In allen Kulturräumen der Erde heben sich unter den Siedlungen einige
durch ihren besonderen Charakter und ihre Bedeutung hervor - die Städte.
Stets haben sie die jeweilige Gesellschaftsordnung und das jeweilige wirtschaftliche
System wiedergespiegelt. Als Konzentrationspunkte menschlicher Aktivität sind Städte
aber auch maßgeblich an wirtschaftlicher und kultureller
Entwicklung der Gesellschaft beteiligt gewesen und der Begriff »Stadt« erscheint
allgemein verständlich und bedarf keiner weiteren Erklärung.
Weder Bewohnern ländlicher noch städtischer Siedlungen fällt
es schwer, Merkmale von Städten, wie z.B. große Bevölkerungszahl,
gute Einkaufsmöglichkeiten, Theater, Universitäten u.a.m. zu nennen.
Doch ist dieses allgemeine Verständnis des Begriffs »Stadt«
sehr unterschiedlich und die Frage nach einer eindeutigen Definition
ist aufgeworfen.
Den Versuch, eine eindeutige allgemeingültige Definition des Begriffs Stadt zu geben, haben viele Wissenschaften in unterschiedlichen Epochen unternommen. Diese Definitionen müssen aufgrund beachtlicher Unterschiede in den verschiedenen Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsräumen der Erde und in Abhängigkeit von der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin entsprechend unterschiedlich ausfallen und auch bei den nur von Geographen formulierten Begriffserläuterungen gibt es beachtliche Unterschiede.
So formulierte RATZEL folgende These, nach der Städte eine dauernde Verdichtung von
Menschen und menschlichen Wohnstätten, die einen ansehnlichen Bodenraum bedecken und im
Mittelpunkt größerer Verkehrswege liegen und zieht auch die wirtschaftliche Seite
hinzu, wenn er später betont zu Städten werden solche Zusammendrängungen erst,
wenn sie eine gewisse Größe überschreiten und wenn sie eben deswegen nicht mehr in
der Lage sind, sich unmittelbar von ihrem Boden zu ernähren, wodurch dann
die Verkehrswege nötig werden.
Ferdinand von Richthofen bezeichnet eine Stadt kurz als Sitz von Handel und Gewerbe und unterstreicht
ihre unlösbare Verknüpfung mit dem Verkehr. In Abhängigkeit von dem zu analysierenden
Aspekt in der Stadtgeographie und dem Interesse des Geographen fallen Definitionsversuche recht
unterschiedlich aus, so daß also verschiedene Regionaldefinitionen existieren, d.h. Definitionen,
die nur für ein Gebiet zu einer bestimmten Zeit gültig sind.
Erkennbar wird dieses Definitionsproblem auch, wenn man versucht, »Stadt« in andere Sprachen zu übersetzen. So ist z.B. die Bedeutung des eingedeutschten Begriffes »city« eine andere als die des englischen »city«.
Dieses Definitionsproblem wird im Laufe dieser Darstellung immer wieder aufgegriffen werden, wie etwa im folgenden Abschnitt, in dem der historische Stadtbegriff als ein erster Erklärungsansatz eingeführt werden soll.
Ausgehend von dem vorindustriellen Stadtbild Europas, also der mittelalterlichen Stadt, entstand der historische Stadtbegriff. Im Mittelalter wurde Gemeinden bei entsprechenden Voraussetzungen der Stadttitel verliehen, was die Zuerkennung bestimmter Stadtrechte miteinschloß, z.b. das Marktrecht, das Recht auf Selbstverwaltung, die Freiheit der Stadtbürger, »Stadtluft macht frei.«, das Recht auf Besteuerung, Gerichtsbarkeit, die Aufhebung der Leibeigenschaft, das Zollrecht, und das Recht zur Einfriedung und Verteidigung. Durch das zuletzt erwähnte Stadtrecht wurde die scharfe Trennung zwischen Stadt und Umland verdeutlicht und die Einfriedung (meist als Stadtmauer) gilt als eines der drei räumlichen Kriterien, nach dem eine Gemeinde im heutigen statistischen Sinn eine Stadt im historischen Sinn ist.
Die drei Kriterien zur Einordnung einer Siedlung bezogen auf äußerliche Merkmale unter den Begriff »Stadt« im historischen Sinn sind:
|
Abb.1 Symbolik des historischen Stadtbegriffs (LICHTENBERGER, 1991:35) |
Im Zuge von Industrialisierung und administrativen sowie politischen Reformen Anfang des 19. Jahrhunderts verloren viele Titularstädte (Städte mit Stadtrecht im obigen Sinne) an Bedeutung, z.B. durch den Abzug von Behörden und den Rückzug von Handwerk und Handel. Da dieser Bedeutungsverlust aber nicht automatisch zur Aberkennung des Stadttitels führte, gibt es heute in der Bundesrepublik viele Gemeinden, die als Städte gelten, jedoch weder eine städtische Formenwelt aufweisen noch städtische Funktionen ausüben. Ein weiterer, in seiner Aussagekraft ähnlich eingeschränkter Stadtbegriff ist der statistische, der nachstehend näher erläutert werden soll.
Mit Hilfe des statistischen Stadtbegriffs sollen ländliche Siedlungen von Städten
abgegrenzt werden. Dazu wurde auf dem Statistischen Kongreß 1860 in London die Vereinbarung
getroffen, daß alle Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern fortan als Städte
gelten. Diese Regelung ist grundsätzlich noch heute gültig, doch ist diese Einteilung
aufgrund erheblichen Wachstums der Weltbevölkerung, sowie regionaler und nationaler Unterschiede
nur begrenzt verwendbar, wenn nicht sogar als unzeitgemäß einzustufen.
Während z.B. in Island Ansiedlungen von 20 Menschen als Städte bezeichnet werden, gilt
in Japan der Begriff Stadt erst bei einer Bevölkerungszahl von 50.000. Diese enorme Spannweite
soll durch die folgende Tabelle veranschaulicht werden.
| Untergrenze der Einwohnerzahl städtischer Siedlungen | Definition im Detail | Staat |
| 200 | Agglomerationen | Dänemark |
| 2.000 | zusammenhängende Bebauung mit weniger als 200m Abstand zwischen den Häusern oder Gemeinden, von denen der größere Teil der Bevölkerung zu einer aus mehreren Gemeinden bestehenden Agglomeration gehört. | Frankreich |
| 2.000 | unter 2.000 Ew "Landgemeinden" | Deutschland |
| 2.500 | Orte mit mehr als 2.500 Einwohnern und verstädterte Gebiete | USA |
| 10.000 | Munizien und Gemeinden | Griechenland |
| 50.000 | Städte (shi) in denen mindestens 60% der Häuser im verbautem Gebiet liegen und mindestens 60% der Bevölkerung in Industrie oder anderen (städtischen) Betriebsstätten arbeiten oder das Gebiet städtische Einrichtungen aufweist | Japan |
| Quelle: Demographic Yearbook 1988, in LICHTENBERGER (1991) | ||
In Deutschland wurde eine weitere Regelung zur statistischen Unterscheidung der Städte in sogenannte Einwohnergrößenklassen vorgenommen, d.h.:
| 2.000 bis 5.000 | gelten als Landstädte, |
| 5.000 bis 20.000 | gelten als Kleinstädte, |
| 20.000 bis 100.000 | gelten als Mittelstädte, |
| 100.000 bis 1.000.000 | werden als Großstädte bezeichnet, |
| Großstädte mit mehr als einer Million Einwohner | gelten wiederum als Millionenstädte. |
Da dieser statistische Stadtbegriff nur Einwohnerzahlen einschließt, nicht aber Aussagen über städtische Funktionen oder Erwerbsstruktur zuläßt, ist er nur sehr beschränkt verwendbar, um eine ländliche Siedlung von einer Stadt abzugrenzen. Geht es also um den Stadtbegriff in der Geographie, sollten soziologische und wirtschaftliche Kriterien zusätzlich berücksichtigt werden.
In der Geographie kann es aufgrund der schon erwähnten Kriterien (vgl. Einleitung und 2.1) keine eindeutige, allgemein gültige Definition des Begriffes »Sstadt« geben, die sämtliche Aspekte mit einschließen würde, doch kann die Begriffserläuterung »Stadt« in der Geographie auf einige wesentliche Punkte beschränkt werden.
Die Stadt im geographischen Sinn ist eine Siedlung mit besonderen funktionalen,
sozialgeographischen und physiognomischen Merkmalen:
Betrachtet man Städte als regionalwirtschaftliche Einheiten, so hat deren Einteilung bzw. Klassifikation durchaus praktischen Nutzen, z.B. wenn es um Maßnahmen der Regionalpolitik oder Regionalforschung geht, oder sich Unternehmen für neue Standorte oder Absatzgebiete interessieren. Hierbei gibt es nun verschiedene Klassifikationssysteme und Herangehensweisen. Hier sollen insbesondere Darstellung der kulturhistorischen, quantitativen und qualitativen Klassifikation nachstehend beschränkt werden.
Klassifikationen von Städten erfolgen meist aufgrund ihrer Funktion und so ist auch die Funktion jener Städte, die als Städte im historischen Sinn gelten, das namensgebende Element zur Einordnung in den jeweiligen kulturhistorischen Stadttyp. Einige wenige kulturhistorische Stadttypen sind:
Zur Eingliederung einer Stadt zu einem bestimmten historischen Stadttyp sind Kriterien wie z.B. das Alter und die Entstehungsgeschichte, Besiedlung (Eroberung, Kriege) sowie der Grundriß der Stadt ausschlaggebend (vgl. Stadtgrund- und -aufriß der europäischen Stadt im Verlauf der Geschichte).
Bei dieser Art der Einstufung wird versucht Städte mengenmäßig
(lat. quantitativ) zu erfassen, voneinander zu unterscheiden und verschiedenen Gruppen zuzzuordnen.
Grundlage bildet der statistische Stadtbegriff.
Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Einteilungen nach der Bevölkerungszahl, d.h. neben der unter
2.2. erwähnten bundesdeutschen amtlichen Statistik eine weitere Einteilung von akademischer Seite:
Die Unterscheidung in Klein-, Mittel- und Großstadt wird vernachlässigt, ausgehend von der Zwergstadt ergibt sich folgende Einteilung:
| Zwergstadt | unter 2.000 Einwohner |
| Millionenstadt | über 1 Million Einwohner |
| Metropolis | 1 bis 10 Millionen Einwohner |
| Kontinentstadt | über 2 Millionen Einwohner |
| Megalopolis | über 10 Millionen Einwohner |
| Quelle: Hofmeister, B.: Stadtgeographie, S. 54 | |
Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Stadt als Weltstadt bezeichnet werden. Diese Bedingungen sind nach SCHULTZE (1959) und STEWIG (1964).
(nachzulesen in Hofmeister, B. Stadtgeographie, S. 55)
Stadtklassifikationen sind nur dann nützlich und somit anwendbar, wenn verschiedene Aspekte sinnvoll miteinander verknüpft werden. So kann mit den bisher erläuterten Klassifikationen, quantitativ und historisch, erst gearbeitet werden, wenn die Funktionen der jeweiligen Stadt analysiert sind und mit Größenklassen und historischem Hintergrund der Ansiedlung in Zusammenhang gebracht werden. Solch eine Verbindung von Größenklasse und Funktion einer Stadt knüpft BOESLER (1960) und gelangt zu der folgenden Einteilung von Stadttypen in funktionale Stadttypen:
| Städtebildende Funktionen (Beschäftigte pro 100 Einwohner) |
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| Funktionaler Typ | Einwohnerzahl | Industrie, Handwerk, Bergbau |
Handel und Verkehr |
Verwaltung, Bank- und Versiche- rungswesen |
Kultur und Volksbildung |
Sonstige | Funktionsbereich | |||||
| A Weltstadt | ca. 500.000 und darüber |
in mindestens 2 Bereichen zusammen > 25 | in starkem Maße übernational | |||||||||
| B Großstadt | ca. 100.000 und darüber |
in mindestens 2 Bereichen zusammen > 25 | vorwiegend national bzw. überregional |
|||||||||
| C Multifunktionale Mittel- u. Kleinstädte |
1.000 bis ca. 100.000 |
|||||||||||
| C1 Industriestädte mit zentralört- licher Funktion |
>15 | <5 | >5 | <5 | überregional bzw. zentralörtlich |
|||||||
| C2 Industriestädte mit Handels- u. Verkehrsfunktion |
>15 | >5 | <5 | <5 | ||||||||
| C3 Handels- u. Verkehrsstädte. m.zentralörtl. Funktion |
<15 | >10 | >5 | <5 | ||||||||
| C4 Sonstige... | >=15 | >=5 | >=5 | >5 | ||||||||
| D Monofunktionale Mittel- u. Kleinstädte |
1.000 bis ca. 100.000 |
|||||||||||
| D1 Industriestädte | >35 | <5 | <5 | <5 | überregional bzw. zentralörtlich |
|||||||
| D2 Städte m.zentral- örtlichen. Funktionen |
<15 | <5 | >10 | <5 | ||||||||
| D3 Handels-u.Ver- kehrsstädte |
<15 | >10 | <5 | <5 | ||||||||
| D4 Sonstige... | <15 | <5 | <5 | >10 | ||||||||
Die Klassifikation von Städten aufgrund ihrer Funktion wird zu Verallgemeinerungen über das räumliche Muster von Städten und ihre Beziehung zum Hinterland führen können. Doch woran erkennt man die vorherrschende Funktion einer Stadt? Unter 3.3.1 - 3.3.3 sollen Verfahren zur Bestimmung dieser Hauptfunktionen vorgestellt werden.
Hier wird versucht die »Normalstadt« eines Staates zu ermitteln, um diese dann als Vergleichsmaß für andere Städte zu verwenden. Eine Normalstadt wird mit Hilfe von Lageparametern, statistischen Methoden und Verfahren mathematisch bestimmt. Zur Erfassung der ökonomischen Basis und somit der wirtschaftlichen Struktur wurden einige Konzepte gefunden, von denen hier nur drei erwähnt werden sollen.
Wichtig bei der Bestimmung der »Normalstadt« eines Staates ist, daß für den Vergleich nur Städten gleicher Größe und Struktur herangezogen werden.
Die Erwerbsstruktur der Stadtbevölkerung ist, wie in der Definition des
geographischen Stadtbegriffs erwähnt, ein Merkmal städtischer
Siedlungen. Festgestellt wurde also, daß der Großteil der Beschäftigten entweder im
sekundären oder tertiären Sektor tätig ist. Mit Hilfe von Beschäftigtenzahlen ist
es möglich, denjenigen unter den Sektoren oder Arbeitszweigen mit den meisten Beschäftigten
herauszufiltern, seine Bedeutung gegenüber anderen städtischen Funktionen abzuwägen und
die Stadt dementsprechend zu benennen.
Chauncy D. Harris stand nach einer Volkszählung 1930 in den USA genügend
Datenmaterial zur Verfügung. Seine Klassifikation basiert auf der Ermittlung des Arbeitszweiges
mit der größten Aktivität in der jeweiligen Stadt. Dazu standen ihm zwei Arten
von Daten zur Verfügung,
Harris gelangt 1943 zu 9 verschiedenen funktionalen Stadtttypen in seinem Klassifikationsversuch unter Einbeziehung von beiden Occupation und Employment figures. Bei den als Industriestädten eingestuften Städten bildet er verschiedene Typen, von denen nur folgende maßgeblich sind.
| Funktionaler Typ | minimaler %-Anteil der Gesamtbeschäftigten |
| Industriestädte | 74 |
| Einzelhandelsstädte | 50 |
| Großhandelsstädte | 20 |
| Verkehrsstädte | 11 |
| Bergbaustädte | 15 |
| Universitätsstädte | mindestens 25% der Gesamtbevölkerung sind Studenten |
| Fremden-
und Ruhestands- städte | kein ausreichendes Kriterium |
| Quelle: Harris C.D., "A Functional Classification of Cities in The United States", 1943:289 | |
Desweiteren ging Harris von den Städten als funktionalen und nicht politischen Einheiten aus.
In den USA waren nach seiner Analyse Industrie-, Einzelhandel- und Multifunktionale Städte
am zahlreichsten vertreten. HARRIS versuchte, Städte nach dem größten Wirtschaftzweig
zu benennen und die Wirtschaftszweige in einer Stadt so zu ordnen, daß erkennbar werde, welcher
Zweig den größeren oder vielleicht gleich großen unterstützt. Doch müssen
alle mit Beschäftigtenzahlen arbeitenden Klassifikationen letztlich daran kranken, daß sich
in jeder größeren Stadt eine Multifunktionalität ausbildet und es damit schwierig ist,
eindeutige Klassifikationen vorzunehmen (vgl. nebenstehende Abb. n. HARRIS, C.D.
ebd.).
Statt eine Einteilung der Städte nach ihrer jeweiligen funktionalen Dominanz vorzunehmen, kann
man versuchen, Städte auch nach ihrer Gleichartigkeit zu ordnen. Hierzu werden quantitative
statistische Methoden verwendet, um Städte in eine berenzte Zahl unterschiedlicher
Merkmalsgruppen einzuordnen. Benutzt wird vor allem die Faktoren- und die Clusteranalyse.
"MOSER und SCOTT (1961) haben das anhand von 57 Merkmalen für die britischen Städte
über 50.000 Einwohner, HADDEN und BORGATTA (1965) anhand von 65 Merkmalen für die
US-amerikanischen Städte durchgeführt." (HOFMEISTER, Stadtgeographie S.54).
Stets haben Geomorphologie und Siedlungsgeographie die beiden Kerngebiete in der modernen Geographie gebildet und die Stadtgeographie war von Beginn an in der Siedlungsgeographie enthalten. Mit Zunahme der Weltbevölkerung und Verstädterung, der Schaffung einer eigenen Methodik in der Stadtgeographie, gewann diese zunächst nur als Teil der Siedlungsgeographie verstandene "Spielart" an Bedeutung und verselbständigte sich allmählich. Stadtgeographie ist ein Teil der Humangeographie, der eng mit anderen Wissenschaften, wie Soziologie, Kommunalwissenschaft, Städtebau/Geschichte und Architektur verbunden ist. Deshalb versteht man Stadtgeographie als einen Teil der interdisziplinären Stadtforschung. Die stadtgeographische Forschung beinhaltet aufgrund der Brisanz einiger ihrer Themen, ihrer Vernetzung mit unterschiedlichsten Disziplinen und der Wechselhaftigkeit der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (politische Umwälzungen, neue Entwicklungskonzepte usw.) sehr viele geographische, soziologische Fragestellungen, die die Stadtgeographie zu einem immer wichtigeren Teil der Humangeographie werden lassen. Da Städte in den verschiedenen Kulturräumen der Erde sehr vielfältige Erscheinungsbilder und Entwicklungsdynamiken besitzen, wird das Aufgabenfeld der Stadtforschung zukünftig eher größer als kleiner werden und die gesellschaftliche Bedeutung der geographischen Stadtforschung sicherlich stark zunehmen.
[kf/cb]